Bochum.
Tief im Wissen
Eine Webreportage
„Alter Falter“ ist ein typischer Ruhrpottspruch. Er drückt Erstaunen aus – und Bewunderung. Das passt zu Bochum: die Stadt überrascht. Mit Ideen und Gründergeist. Acht Hochschulen, fast 60.000 Studenten: die unter 30-Jährigen machen ein Drittel der Bewohner aus. Und das merkt man der Stadt an. Zechen gibt es schon lange nicht mehr, das Opelwerk ist geschlossen. In Bochum führt das nicht zu Resignation, im Gegenteil. Nicht umsonst bezeichnen sich die Bochumer auch als „Strukturwandelkönner“.

Bochum, ein Sehnsuchtsort?
Lust, was Neues zu wagen? Dann ab nach Bochum! Oberbürgermeister Thomas Eiskirch spricht von Bochum als einer Stadt, die Dinge möglich macht – warum, erzählt er selbst.
Thomas Eiskirch
Bochum – die „Ermöglicherstadt“
Das Ruhrgebiet ist eigentlich eine Millionenstadt. Über fünf Millionen Menschen leben hier, 53 eng vernetzte Städte – Bochum mittendrin. Bald 400.000 Menschen leben hier. Und es sind die Universitäten und Studenten, die immer mehr das Stadtbild prägen. Hier nimmt sie ihren Anfang, Bochums kontinuierliche Entwicklung als Wissensstandort.
Angewandte Spitzenforschung bietet solid-chem: Aus der Ruhr-Universität Bochum ausgegründet, führt das Unternehmen für Kunden aus aller Welt festkörperchemische Untersuchungen mit besonderem Fokus auf pharmazeutische Wirkstoffe durch.
Bochum ist Wissen – und das zeigt sich in vielen Facetten: von der Medizin über die Geistes- und Gesellschaftswissenschaften bis hin zu den Natur- und Ingenieurswissenschaften ist an den Hochschulen alles dabei. Und die Entwicklung geht weiter: Der Neubau des Forschungszentrums ZEMOS der Fakultät für Chemie und Biochemie ist in vollem Gange. Weiteres Beispiel dafür, dass Bochum längst als Wissensstandort durchgestartet ist: das Projekt SolarCar, ein Rennwagen, der ausschließlich die Energie der Sonne nutzt.
Wir bauen sogar unsere eigenen Motoren selbst.
Carina Heyer Studentische Teamleitung SolarCar
Ein Studentenprojekt will die Welt erobern – nächster Halt: Australien. Und zwar mit einem solarbetriebenen Elektroauto. Das Besondere: von der Entwicklung bis zur Fertigung liegt alles in der Hand von Studenten. Und was hat es mit Australien auf sich? Da findet die World Solar Challenge statt, auf der sich das SolarCar Team mit der Weltklasse messen will.
Quer durchs
Outback
Studierende bauen ihren eigenen
solargetriebenen Rennwagen
Bochum richtet den Blick in die Zukunft, ohne aber die eigene Vergangenheit zu vergessen. Im Gegenteil: Bochum schöpft aus der Vergangenheit als größte Bergbaustadt Europas Ideen für die Zukunft. Zum Beispiel im weltweit einzigartigen Forschungszentrum Nachbergbau.
Potenzial im Nachbergbau? Das gibt es – und zwar in großem Stil. Dieses zu erforschen ist Aufgabe des Forschungszentrums Nachbergbau. Prof. Dr. Christian Melchers erzählt, wie das genau aussieht.
Nach dem Bergbau–
vor der Zukunft
Das Forschungszentrum Nachbergbau
erforscht den Wandel
Die Ruhr-Universität Bochum (RUB) ist ein Magnet für junge Menschen aus ganz Europa. Über 43.000 studieren hier – und viele von ihnen bleiben auch nach dem Studium. Die RUB ist eine Campus-Universität, landschaftlich reizvoll gelegen mit dem Botanischen Garten direkt um die Ecke. Das Grün ist keine Ausnahme: 40 Prozent des Bochumer Stadtgebiets sind Grünflächen – und so bieten sich hier zahlreiche Gelegenheiten zum Ausspannen. Das Studierendenleben beschränkt sich längst nicht mehr auf den Campus, Teile der Uni wandern in die Stadt. Das zeugt von der wissensbasierten Stadtentwicklung, die in vollem Gange ist: Bochum als Campus. Die Archäologen lernen mittlerweile im Deutschen Bergbau-Museum – nur ein Beispiel von vielen. Mitverantwortlich dafür ist die Initiative UniverCity Bochum, bundesweit einmalig: ein Zusammenschluss der Stadt Bochum mit sieben Hochschulen und Akteuren aus der Wirtschaft.
Universitätslandschaft
Eine Wissenschaftshochburg mitten im Ruhrgebiet, in der praktisch alles studiert werden kann.
Einwohner
369.314
Hochschulen
8
Studierende
über 56.000
Arbeitgeber
für ca. 10.000 Menschen
Die Ruhr-Universität Bochum gehört mit über 43.000 Studierenden zu den fünf größten Universitäten Deutschlands und ist einer der größten Arbeitgeber der Stadt.

Julia Bernecker fühlt sich pudelwohl im „Kugelpudel“ – seit 2012 gibt es ihre Eiscremebar in Bochum.
Es sind nicht nur die Studenten, die die akademische Vielfalt prägen, hinzu kommen die über 17.000 Beschäftigten an den Hochschulen und Universitätskliniken – sie sind größter Arbeitgeber der Stadt. Doch nicht nur deshalb bleiben die Studenten in der Stadt. Nach der Uni kommt die Karriere – und die lässt sich gut in Bochum starten.
Junior-Prof. Dr. Corinna Peifer

Positiver Stress? Damit kennt sich die Psychologin Prof. Dr. Corinna Peifer aus: Man spricht dann von einem „Flow“-Erleben. Das Feld der Positiven Psychologie ist ihr Spezialgebiet.

Nach ihrem Studium und der Promotion in Trier sowie zwei Jahren an der Leuphana Universität Lüneburg leitet Corinna Peifer seit Oktober 2015 die Arbeitsgruppe Angewandte Psychologie in Arbeit, Gesundheit und Entwicklung an der RUB. „Das ist eine Traumstelle! Bochum hat einen hervorragenden Ruf in meinem Bereich“, erklärt sie ihren Weg ins Ruhrgebiet. Hier gibt es sehr gute Wissenschaftler, die sich mit den unterschiedlichsten Aspekten der Psychologie beschäftigen. Neben ihrer fachlichen Begeisterung weiß Corinna Peifer auch den Blick von der Mensa-Terrasse zu schätzen. „Man sieht direkt in die Natur, auf Felder und den Wald – das ist Erholung pur!“ Ganz in der Nähe gibt es auch den Chinesischen Garten, in dem Architektur und Natur sich verbinden. Wenn Corinna Peifer nicht gerade forscht, ist sie gerne dort.

www.aow.ruhr-uni-bochum.de

RUHRSOURCE
Dominik Halm, Ernst Christian Fleischmann, Christopher Maiwald

„3-D-Druck – so einfach wie Drucken auf einem Blatt Papier“: Das ist die Idee hinter dem Start-up RUHRSOURCE, das sich 2015 in Bochum gegründet hat.

Im Fokus des Bochumer Start-ups RUHRSOURCE stehen 3-D-Drucker. „Wir entwickeln ,Microsoft Word‘ für den 3-D-Drucker“, erklärt Dominik Halm die Idee hinter RUHRSOURCE. Seine Mitgründer Ernst Christian Fleischmann, Christopher Maiwald und er kennen sich bereits aus ihrer Zeit als Angestellte. Ihre Idee: einfache, produktive und assistenzbasierte „Computer-Aided Design“-Lösungen für 3-D-Drucker.

Die drei Gründer bringen das richtige Know-how mit, aus Marketing, Vertrieb und Entwicklung. Zwei Gründerwettbewerbe hat RUHRSOURCE bereits gewonnen – und sie sind weiter auf Erfolgskurs. Der Name RUHRSOURCE zeugt von Lokalpatriotismus: Die Bochumer profitieren von ihrer Stadt – u. a. durch die Zusammenarbeit mit der RUB und dadurch, dass sie sich, wie sie sagen, im Ruhrgebiet in der „deutschen CAD-Hochburg“ befinden.

www.ruhrsource.com

PHYSEC

PHYSEC entwickelt Schutztechnologien für das drahtlose Internet der Dinge. Das Ausgründungsprojekt der Ruhr-Universität Bochum startet gerade durch.

„Wir machen Sicherheit für das Internet der Dinge“, erklärt Heiko Koepke das Konzept von PHYSEC. Gemeinsam mit Christian Zenger und Benedikt Driessen hat er ihre Idee vor Kurzem als GmbH beim Notar angemeldet. Das „Internet der Dinge“, das sind Produkte wie Feuermelder, Smart Watches oder Sensoren in der Produktion – und die vor Hackerangriffen zu schützen war bisher schwierig. PHYSEC entwickelt Schutztechnologien, um die Verschlüsselung einfach und sicher zu machen.

Das Horst Görtz Institut für IT-Sicherheit der RUB ist eine der weltweit führenden Forschungsinstitutionen in diesem Bereich – „das ist ein riesiger Vorteil Bochums“, erklärt Koepke den Standort Bochum. Dass die GmbH in Bochum bleiben will, ist klar. Und dafür gibt es weitere Gründe. Koepke beschreibt Bochum als die Stadt „mit der größten Diskrepanz zwischen Image und Realität“ in Deutschland. Bochum biete eine hervorragendes Lebensqualität und eine große Verfügbarkeit von qualifizierten Leuten. PHYSEC wächst und beschäftigt mittlerweile neben einer Vollzeitkraft acht studentische Mitarbeiter.

www.physec.de

Doch wie kommt nun das Wissen der Universitäten in die Wirtschaft? Eine der Antworten, die Bochum bietet: die WORLDFACTORY. Seit zwei Jahren gibt es das Transferkonzept, und mit mehreren Projekten wird jetzt durchgestartet. Bereits in den Hörsälen soll der Unternehmer- und Gründergeist der Studierenden gefördert werden. Die WORLDFACTORY als Rahmen für eine Kooperation zwischen Unternehmen, Wissenschaftlern und Studierenden – damit wird maßgeblich zu einer wissensorientierten Wirtschaft am Standort Bochum beigetragen. Gerade frisch eröffnet hat außerdem das Universitätsforum, kurz: UFO, wo interessierte Studierende aus allen Bochumer Hochschulen mit ihrer Gründungsidee gleich an der richtigen Stelle landen.
Noch Student – aber schon eine Geschäftsidee im Kopf? Kein Problem! Das Transferkonzept der WORLDFACTORY ermöglicht es, sich bereits während des Studiums mit der Verwirklichung von Ideen zu beschäftigen.
Andreas Ostendorf
WORLDFACTORY – die Ideenschmiede
der Ruhr-Universität
Das Bochumer Institut für Technologie hat genau das zum Ziel: die Umsetzung von wissenschaftlichen Erkenntnissen in Produkte, die in der Wirtschaft bestehen. Ziel ist die Verbindung von Universität mit kleineren und mittleren Unternehmen in der Region. Denn der Mittelstand ist es, der Bochum ausmacht – und der wird auch gefördert. Das passende technische Know-how dafür gibt es an den Unis.

Diese Initiative der Ruhr-Universität und anderer Bochumer Hochschulen sowie der Privatwirtschaft und der Bochum Wirtschaftsentwicklung funktioniert auch in die andere Richtung: Ebenso können die Unternehmen ihre Perspektive einbringen.

Wir bringen Technik und Mensch zusammen.
Prof. Dr.-Ing. Bernd Kuhlenkötter
Lernfabrik Ruhr-Universität Bochum
Wie passen Theorie und Praxis zusammen? In Bochum ganz wunderbar. Die Lernfabrik der Ruhr-Universität Bochum vernetzt Unternehmen mit der Universität und den Studierenden – am Ende profitieren alle Seiten.
Bernd Kühlenkötter
Die Lernfabrik –
Mensch, Maschine, Möglichkeiten
Bestes Beispiel für die gelungene Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft ist der 2009 gegründete Gesundheitscampus Bochum – nur einen Katzensprung entfernt von der RUB. „Das Besondere hier ist die Vernetzung zwischen der Universität, an der Grundlagenforschung betrieben wird, den Technologiezentren und schließlich dem Gesundheitscampus, der die entsprechende Infrastruktur bietet“, erklärt Christof Weiser, Leiter des BioMedizinZentrums Bochum und verantwortlich für die Gründerzentren in der Stadt. Insbesondere die Gesundheitswirtschaft hat einen starken Stand in der Stadt. Das BioMedizinZentrum Bochum bietet Existenzgründern und Unternehmen dieses Bereichs ein umfangreiches Beratungs- und Serviceangebot. Zurzeit sind hier 15 Unternehmen untergebracht, die an ihren Ideen feilen. Bei Erfolg und Vergrößerung der Teams kann’s direkt weitergehen: um die Ecke auf den Gesundheitscampus.
Die Gründerzentren fördern das Potenzial der Stadt, machen Lust auf Gründung – sie verteilen sich über die ganze Stadt. Dabei spielt nicht nur die Gesundheitswirtschaft eine wichtige Rolle, auch die Kreativen werden unterstützt. Für sie gibt’s das „Kulturwerk Lothringen“, entstanden auf dem Gelände einer ehemaligen Zeche mit Büro-, Atelier- und Werkstattflächen. Hinzu kommen das EnergieEffizienzZentrum Bochum, das BioMedizinZentrum Bochum sowie das Technologie- und Gründerzentrum Wattenscheid. Sie dienen vor allem dazu, Existenzgründungen und junge Unternehmen in der Aufbau- und Wachstumsphase zu unterstützen. Diese Zentren bieten günstigen Gewerberaum. Und sind Ideenschmieden: Hier bilden sich Netzwerke, Kooperationen – Projekte entstehen. Wachsen die Unternehmen aus den Gründerzentren heraus, gibt es in Bochum speziell konzipierte Orte, um den Austausch weiterzuführen – z. B. das Technologie-Quartier. Direkt neben der Hochschule Bochum und der RUB gelegen, ist das Quartier schon fast komplett von innovativen Jungunternehmen belegt. Hier wird der Grundstein gelegt für die ständige Weiterentwicklung eines innovativen Wissenschaftsstandorts.
Raimund Ostendorp

Vom Sternekoch zum Imbissbudenbesitzer – Raimund Ostendorp ist seit 25 Jahren mit Leidenschaft und Liebe in seinem „Profi-Grill“ in Bochum-Wattenscheid am Werk.

Im „Profi-Grill“ in Bochum-Wattenscheid ist ein echter Profi am Werk: Raimund Ostendorp, ehemaliger Sternekoch. Die Pommesbude ist weit über das Ruhrgebiet hinaus bekannt. Hier gibt’s Currywurst, Frikadellen und Schnitzel – und eine persönliche Begrüßung vom Chef.

Bevor er sich 1991 selbstständig gemacht hat, war Ostendorp Demi-Chef de Cuisine des Düsseldorfer Gourmet-Restaurants „Im Schiffchen“ beim Drei-Sterne-Koch Jean Claude Bourgueil. „Ich habe immer gut auf hohem Niveau gekocht“, erzählt Ostendorp, „aber persönlich war ich damit nicht glücklich – die Leute waren versnobt.“ Er wollte Verantwortung übernehmen und einen ganz eigenen Stil entwickeln. Mit nur 22 Jahren machte er seine eigene Bude auf – in Bochum: Jetzt macht er sich mit gleicher Leidenschaft am Schnitzel zu schaffen wie als Sternekoch.

„In Bochum stimmt das Gesamtpaket“, sagt Ostendorp. Die Stadt sei weder zu klein noch zu groß, und das Leben an der Ruhr sei einfach schön. Das passende Essen dazu gibt’s bei ihm, im „Profi-Grill“.

www.profi-grill.de

Revierkind
Tanja Lenz-Urbach & Nicola Wirtz

Tanja Lenz-Urbach und Nicola Wirtz sind Herausgeberinnen des Familienmagazins „REVIERkind“.

Ruhrgebietler nennen ihre Region gerne liebevoll „das Revier“. Ein Begriff, der verbindet und die Mentalität und den Zusammenhalt der hier lebenden Menschen ausdrückt. So war Tanja Lenz-Urbach und Nicola Wirtz schnell klar, wie sie ihr Magazin für Eltern und Kinder nennen: „REVIERkind“. Die beiden Bochumerinnen starteten 2008 mit ihrer Magazin-Idee durch, unterstützt vom Gründungswettbewerb „Senkrechtstarter“. Begonnen haben sie mit einer Auflage von 10.000 Stück, mittlerweile liegt diese bei 30.000. Nicht nur Bochum, sondern auch umliegende Städte wie Dortmund und Herne werden mit regionalen Tipps und Wissenswertem für Familien versorgt. Mit einem Stab an festen und freien Mitarbeitern kreiert das Team alle zwei Monate ein neues Heft.

Ihr ganz persönlicher Lieblingstipp für Familien in Bochum? Tanja Lenz-Urbach muss nicht lange überlegen: „Das Stadtparkfest! Einmal im Jahr, kurz vor den Sommerferien, gibt es ein großes Familienfest im Bochumer Stadtpark mit einem riesigen Spieleangebot. Und das Beste: alles kostenlos, bis auf die Verpflegung.“

www.revierkind.de

Urbanatix

Urbanatix vereint urbane Sportarten mit Akrobatik. Das Ergebnis ist ein fulminantes Showformat.

Urbanatix bringt Street-Art auf die große Bühne – über 50 Künstler sind an dem Showformat beteiligt. Jedes Jahr im November bespielen sie die Bochumer Jahrhunderthalle, eines der außergewöhnlichsten Festspielhäuser Europas, bekannt eigentlich für Veranstaltungen der Hochkultur. Bei Urbanatix dagegen geht es um was ganz anderes: Parkour, Breakdance oder Skateboarden, vereint in einem multimedialen Showkonzept. Die Jahrhunderthalle bietet als Hintergrund den passenden Industriecharme – und 1200 Plätze, die regelmäßig ausgebucht sind.

„Als 2008 klar wurde, dass das Ruhrgebiet 2010 Kulturhauptstadt wird, wollten wir als Bochumer ein Projekt starten, das möglichst viele regionale Künstler zusammenbringt“, erzählt Christian Eggert, Geschäftsführer der Künstleragentur DACAPO. So entstand die Idee zu Urbanatix, die bis heute junge Street-Art-Talente mit Ausnahmekünstlern der modernen internationalen Artistenszene zusammenbringt und bei Gastspielen auch mal bis zu 10.000 Plätze füllt.

www.urbanatix.de

Wer die kulturelle Vielfalt Bochums auskosten will, begibt sich ins Vergnügungszentrum: ins „Bermuda3Eck“. Das ist nicht irgendein Vergnügungsviertel, sondern man sagt, es sei das größte und lebendigste im Ruhrgebiet. Ein Straßendreieck, das reich bestückt ist mit Bars, Restaurants, Musik- und Tanzclubs.

Nebenan das ViktoriaQuartier, Treffpunkt der Kreativen und Inspirationsquelle mit Designläden, Galerien und Cafés. Es erstreckt sich entlang der Viktoriastraße vom Schauspielhaus und dem Szeneviertel Ehrenfeld über die Rotunde, das Musikzentrum und die Zukunftsakademie NRW bis zum Griesenbruch. Hier lässt es sich auch gut wohnen – und vor allem günstig! Der durchschnittliche Mietpreis in Bochum sowie im gesamten Ruhrgebiet liegt bei 7,03 Euro pro Quadratmeter und damit unter dem in Nordrhein-Westfalen und Deutschland insgesamt.

Das Bermuda3Eck in Bochum ist eines der lebendigsten Vergnügungsviertel im ganzen Ruhrgebiet – und trumpft jedes Jahr im Sommer mit einem der größten kostenlosen Musikfestivals in Europa auf, dem „Bochum Total“.
Zurück zu den Gründerzentren: Was passiert, wenn eine Neugründung erfolgreich ist, auf dem Markt bestehen kann? Dann geht’s erst richtig los! Platz für Neues muss her – und den hat Bochum, auch langfristig. Da sind zum Beispiel die ehemaligen Opel-Flächen, die mehr als alles andere den Wandel in der Stadt verkörpern. Hier ist Platz entstanden: Platz für Neues.
Für die ehemaligen Opel-Flächen gibt es eine Vision:
MARK 51°7.
Dipl.-Ing. Arndt G. Kirchhoff Geschäftsführer Kirchhoff Automotive GmbH und Präsident des Verbandes
der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen
Heute kann ein Unternehmen nur noch erfolgreich sein, wenn es die Nähe zur Wissenschaft sucht. Ein neues Zeitalter ist angebrochen. Auch das Gelände der ehemaligen Opel-Flächen weist darauf hin: Hier gibt’s Platz, sich auszutoben.
Arndt G. Kirchhoff
Bochum – der Innovationsort
Der Mittelstand
Die vielfältige Universitätslandschaft sorgt für qualifizieren Nachwuchs in der Wirtschaft – große Konzerne, aber vor allem die mittelständischen Unternehmen prägen die Region. Und die ist einmalig, Bochum liegt in der geographischen Mitte von Nordrhein-Westfalen.
Über 15.000 Unternehmen sind in Bochum ansässig
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 126.112
Arbeitslosenquote 9,9%
die 18 Mio. Einwohner Nordrhein-Westfalens erwirtschaften ein Viertel des deutschen Bruttoinlandsproduktes
der private Konsum in NRW liegt jährlich bei rund 220 Mrd. Euro
Für einen Neuanfang steht auch der Name des Projekts „MARK 51°7“. Darin enthalten sind nicht nur die geografischen Koordinaten des Standorts. Es gibt auch einen historischen Kontext: Bochum gehörte lange Zeit zur Grafschaft Mark. Der Begriff „Mark“ funktioniert sowohl auf Deutsch als auch international und steht für genau das, was Bochum und die Region ausmacht: Kraft und Stärke. Im Englischen benennt „mark“ außerdem den Entwicklungsfortschritt technisch anspruchsvoller Produkte. Das alles passt zu Bochum. Die alten Werkshallen auf dem Gelände werden abgerissen, es wird neu gebaut: eine Fläche, auf der sich junge innovative Unternehmen ansiedeln können – unendliche Möglichkeiten. Und es handelt sich hierbei nicht etwa um ein abgeschlossenes Konzept, sondern die Fläche wird in die Stadt integriert. Ein Ort für Visionen, eine Stadt für Visionen.
Vision zu „MARK 51°7“

Auf den ehemaligen Opel-Flächen ist Platz entstanden – 683 000 Quadratmeter, Platz für Ideen. Auf „MARK 51°7“ entsteht ein Campus der Zukunft, der Wirtschaft und Wissenschaft vereint.
Während auf „MARK 51°7“ die Zukunft gerade entsteht, ist die Gründerszene bereits in der Zukunft angekommen – in vielen Bereichen. Start-ups aus den acht Hochschulen erobern mit ihren Ideen die Bochumer Gründungslandschaft. So auch Ingpuls: Die Macher dieses Start-ups stecken mittendrin in der Verwirklichung ihrer Idee, bei der es um Hightech-Produkte geht, die die Zukunft des Menschen verändern.
Schon mal was von „Formgedächtnistechnik“ gehört? Die Gründer von Ingpuls sind da Spezialisten – und haben mit ihrer Idee einen Nerv der Zeit getroffen. Sie sind nicht die Einzigen – die Gründerszene boomt in Bochum. Der Gründerwettbewerb „Senkrechtstarter“ und Förderprogramme der Stadt erleichtern den Start. Davon haben auch die Gründer von TerraTransfer profitiert.
Wissen schafft
erfolgreiche Gründer
Von intelligentem Draht
und vernetzen Daten
Start-up-Szene – senkrecht durchstarten
Eine tolle Geschäftsidee im Gepäck, aber keine Ahnung von Businessplänen? In Bochum kein Problem. Die allgemeine Gründungs- und Betriebsberatung und der Gründungswettbewerb Senkrechtstarter helfen bei der Verwirklichung:
50 Prozent der deutschen Arbeitnehmer haben schon einmal mit dem Gedanken gespielt, sich selbstständig zu machen
in 6 Monaten zur Gründung des eigenen Unternehmens
Mehr als 400 Unternehmen sind bereits durch den Senkrechtstarter entstanden
Knapp 1400 Arbeitsplätze konnten so geschaffen werden


http://www.senkrechtstarter.de
In Bochum gibt es Visionen nicht nur in der Wirtschaft, sondern ebenso in der Hochschullandschaft und der Kulturszene. Und dass diese Bochum gut stehen, hat die Stadt längst bewiesen. Sie treiben sie zu Höchstleistungen an – der Wandel zum Wissensstandort hat bereits stattgefunden. Und geht weiter. Bochum, ein Sehnsuchtsort!
Das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine ist in unserem Unternehmen beispielhaft.
Theodor Bülhoff
Geschäftsführer Cyberdyne Care Robotics GmbH
Trotz Querschnittlähmung wieder auf eigenen Beinen stehen? Mit dem nervengesteuerten Exoskelett der Cyberdyne Care Robotics GmbH ist das möglich. Das Bochumer Unternehmen hat ein nervengesteuertes Exoskelett entworfen, das auch kleinste Nervenimpulse nutzen kann. Und das ist erst der Anfang! Auch im Bereich Hightech ist Bochum vorn mit dabei: Die „G DATA Software AG“ forscht und entwickelt im Bereich IT-Sicherheit und nutzt dazu die Synergien des Standort Bochums.
Exoskelett und
Datenschutz
Bochumer Unternehmen
schaffen Fortschritt
Die Bochumer haben bewiesen, dass sie „Strukturwandelkönner“ sind. Die Zukunft tritt hier nicht gegen die Vergangenheit an – sie profitiert von ihr, auf vielfältige Weise. In Bochum gibt es Visionen, nicht nur in der Wirtschaft, sondern ebenso in der Hochschullandschaft und der Kulturszene. Und dass diese Bochum gut stehen, hat die Stadt längst bewiesen. Sie treiben sie zu Höchstleistungen an – der Wandel zum Wissensstandort hat bereits stattgefunden. Und geht weiter.

Bochum, ein Sehnsuchtsort!